Potsdams Norden - Landschaft und Architektur in Harmonie

Potsdam´s Norden – die Nauener Vorstadt – entstand in seiner Form etwa ab Mitte des 19. Jahrhun-derts. Architektonisch überragt vom in der Kaiserzeit (1902-08) entstandenen neuen Amtssitz des Regierungspräsidiums (heute u.a. Sitz des Potsdamer Oberbürgermeisters) finden wir hier eine Großzahl repräsentativer Villen und Mietshäuser, die damals vor allem für Offiziere und höhere Beamte entstanden. Bis heute bietet sie hochwertiges Wohnen.

 

Der Weg durch die Nauener Vorstadt führt uns in die russische Kolonie „Alexandrowka“ - 1826/27 von König Friedrich Wilhelm III. zur Erinnerung an den 1825 verstorbenen Zaren Alexander I. angelegt. Die in Form eines Andreaskreuz gestaltete Anlage besteht aus 12 Gehöften – die Gärten wurden von Peter Joseph Lenne parzelliert und mit Obstbäumen bepflanzt. Mit ihren pittoresken Blockhäusern geben sie uns das Gefühl, irgendwo in Russland zu sein.

 

Vorbei an der Alexander-Newski-Gedächtniskirche geht es auf den Pfingstberg mit seinem beein-druckendem „Belvedere“. Unter Friedrich Wilhelm IV. in der Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut, diente es zu allen Zeiten als Blickfang von Sichtachsen und dem Genuss der Schönheit der Landschaft. Zu DDR-Zeiten wegen der Grenznähe gesperrt, verfiel es stark – Dank Bürgerinitiativen und großzügiger Spenden erstrahlt das Belvedere und seine von Lenne geschaffene Parklandschaft heute wieder in alter Schönheit.

 

Der Weg führt uns nun ein Stück durch die „Verbotene Stadt“, ein Villenviertel, welches ihren Namen der Tatsache verdankt, dass dieses Areal in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg für die Bevölkerung gesperrt war, da hier die Rote Armee und der KGB ihre Einrichtungen hatten.

 

Von hier geht es direkt in den Neuen Garten – Ende des 18. Jahrhunderts angelegt von Friedrich Wilhelm II. - dem Neffen und Nachfolger von Friedrich II. Sein „Marmorpalais“ - idyllisch am Heiligen See gelegen, war u.a. zeitweise auch Wohnstätte für die späteren Kaiser Wilhelm I. und II.

 

Wir spazieren noch ein bischen entlang des Heiligen Sees durch den Neuen Garten - unsere Tour endet an der Gotischen Biobliothek.